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Aktualität in Europa und in der Welt Druckversion   |   Änderungsdatum 12.02.2020

Im Laufe der letzten Jahre hat sich der Virus der Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa ausgebreitet (Polen, Litauen, Lettland, Estland, Tschechische Republik, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Russland, Weißrussland, Ukraine, Moldawien). Zahlreiche Infektionen wurden registriert und werden es übrigens immer noch, sowohl bei Wildschweinen als auch bei Hausschweinen.

Vor Kurzem wurde die ASP auch zum ersten Mal in China diagnostiziert.

Die ASP wird auch regelmäßig in Sardinien, wo diese Krankheit seit Jahrzehnten sowohl bei der Wildschweinpopulation als auch bei den halbwilden Schweinen endemisch ist, festgestellt.

Die ASP ist auch in den afrikanischen Ländern südlich der Saharawüste endemisch.

Trotz der ergriffenen Bekämpfungsmaßnahmen breitet sich der Virus der ASP in Osteuropa weiter aus und kommt nun auch in den Westen. Zwei Faktoren erklären diese Ausbreitung:

  • Die Wildschweine: sie werden als Erregerreservoir angesehen und aufgrund ihrer unkontrollierbaren Fortbewegungen kann sich die Krankheit außerhalb der bereits infizierten Zonen und selbst in den Grenzländern ausbreiten.
  • Der menschliche Faktor: er stellt das größte Risiko für die Ausbreitung der Krankheit in neuen Regionen oder Ländern dar, die keine geografische Verbindung zu den bereits infizierten Zonen haben. Der Virus besteht tatsächlich auch in bestimmten Lebensmitteln, die auf Basis von Produkten und/oder Fleisch von infizierten Schweinen oder Wildschweinen - wie Wurstwaren - hergestellt wurden, fort. Diese Produkte können Hausschweine oder Wildschweine mit dem Virus infizieren, wenn Personen, die aus infizierten Zonen kommen, diese Produkte mitnehmen und letztere danach für Schweine oder Wildschweine zugänglich sind (beispielsweise durch die Entsorgung von Abfällen in der freien Natur).

In den Ländern der Europäischen Union sind die Bekämpfungsmaßnahmen identisch. Sie sehen die Einrichtung von Sperrzonen vor, in denen die Beförderung von Hausschweinen und Produkten, die auf Basis von Schweinen hergestellt wurden, untersagt ist.  Die Sperrzonen werden regelmäßig unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage angepasst (Beschluss 2014/709/EU).

Sperrzonen in der EU (10.02.2020)

Es werden auch Maßnahmen gegenüber den infizierten Drittländern ergriffen (Russland, Weißrussland, Ukraine, Moldawien, China). Zusätzliche Maßnahmen zur Reinigung und Desinfizierung der für die Beförderung von lebenden Schweinen genutzten Lastwagen, die aus diesen Ländern oder aus den Risikogebieten innerhalb der EU kommen, wurden eingeführt.

Darüber hinaus ist es strengstens verboten, Schweinefleisch, Wildschweinfleisch oder aus Schweinefleisch oder Wildschweinfleisch hergestellte Produkte aus Ländern oder Gebieten, wo die ASP ausgebrochen ist, mitzubringen.

Es ist des Weiteren verboten, binnen der 72 Stunden, die auf die Rückkehr aus einem Risikogebiet folgen, einen Schweinebetrieb zu besuchen oder mit Schweinen in Kontakt zu kommen.


 
   
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